Bodegas Valduero

Ribera del Duero/Spanien

Erziehung im Einklang mit der Umwelt

Wir möchten anhand des Fachbegriffs Erziehung ein paar Worte zum Aufbau eines Weinbergs verlieren:

Ist eine Rebparzelle erschöpft, werden die alten Reben mitsamt Wurzeln, Pflöcken und Drähten abgeräumt. Nach einer angestrebten Brache – Pause – von zwei bis drei Jahren und begleitet von Bodenanalysen, Tiefenlockerung und allenfalls Vorratsdüngung wird der Weinberg neu bepflanzt. Bestimmend sind hier – sorgfältig auf das Terroir abgestimmt – Rebsorte, Gassenbreite, Stammhöhe, Stockabstand und – eben – die Erzie­hung: das Zurechtschneiden und Festbinden der Rebe nach einem bestimmten System. Die vielen Varianten der Erziehungssysteme äussern sich dem Betrachter als freistehende Stöcke, lange Drähte, Büsche oder Bögen – prägende Elemente des Landschaftsbildes der gesamten Rebanlage über alle Jahreszeiten. Für den Winzer aber sind sie entscheidend für den Pflegeaufwand und die Qualität der Trauben während der langen Lebensdauer der Rebe. 

200 Kilometer nördlich von Madrid findet sich im Ort Gumiel de Mercado die eindrückliche Bode­gas Valduero mitten im bekannten Weinbaugebiet Ribera del Duero. Das Gut – geprägt von der ganzheitlichen Denkweise der Besitzerinnen Jolanda und Carolina Garcia Viadero – ist ein klassisches Beispiel für gelungene Erziehung:

Die Reben sind nach alter Rebbautradition im Gobelet-Stil erzogen – die zu Büschen geformten Rebstöcke erinnern an idyllische Gärten. Obwohl es im Ribera del Duero mit nur 500 mm Niederschlag pro Jahr sehr trocken ist, wird auf eine Bewässerung verzichtet, was die Rebstöcke zwingt, tiefe Wurzeln zu bilden. 

Die Gebäude der Kellerei fügen sich optimal ins Landschaftsbild ein, ein Teil befindet sich sogar unter dem Rebberg. Durch die meterdicke Erdschicht sind die Hallen perfekt isoliert und die Temperaturen bleiben im Sommer wie im Winter konstant bei 12 °C. 

Valduero-Weine haben viel Kraft und Extrakt, sind weich und saftig und haben ein gutes Lagerpotential. Die ausserordentlichen Weinqualitäten sind auch den Weinkritikern nicht verborgen geblieben: Robert Parker, Decanter, Wine Spectator oder Spaniens Gourmet Guide überbieten sich mit besten Benotungen.