La Legua

Cigales/Spanien

Vielfalt macht das Leben reich!

Weltweit existieren etwa 10’000 Sorten der Edlen Weinrebe, aus deren Trauben Wein gewonnen wird. Regional oder überregional bedeutend geblieben sind jedoch nur noch ein paar hundert – wenig im Vergleich zu den aktuellen Kartoffelsorten (etwa 5000) oder gar den Edelrosen (etwa 30’000). Immerhin: misst man die von den Kellermeistern herangezauberten Gaumennuancen, steht der Wein kaum hinter den Raffinessen der Rosen zurück.

Kreative Vielfalt hier – historisch gewachsene Vielfalt dort. Der Name des in vieler Hinsicht aussergewöhnlichen Weinguts La Legua rührt vom spanischen Längenmass Legua – Wegstunde her, liegt die Finca doch zentral eine Legua von Valladolid und den Ortschaften Fuensaldaña, Mucientes, ­Cigales und Cabezón entfernt. Dem suchenden Wanderer sei jedoch geholfen: Im alten Spanien gab es mehr als zehn verschiedene Legua – zwischen 4166 und knapp 6923 m Wegstrecke liegend ... 

Die Reben von La Legua gedeihen auf 780 Höhenmeter der kastilischen Hochebene bei einer mittleren Jahrestemperatur von 12 °C, 2500 Sonnenstunden und 350 bis 400 mm Niederschlag. Die Geschichte des Gutes ist eng verknüpft mit der Familie des angesehenen Neurologen und Psychologen Emeterio Fernándes Marcos. Dessen Überzeugung, dass man auf diesem Land und ­unter diesen besonderen Bedingungen Weine von höchster Qualität erzeugen kann, bewog ihn in den 60er-Jahren zum Erwerb der Finca. Er erhielt recht: Dank Fleiss und ­Geschick ist sein Rebgut zum Kleinod von Cigales Castilla y León herangewachsen.