Familie Triacca

Valtellina + Toscana/Italien

Es gibt sie, die Momente, in denen wir glücklich und traurig zugleich sind. Glücklich über unsere Verbundenheit zu einer Familie, in der wir viele Gemeinsamkeiten erkennen. Traurig, dass es lange gedauert hat, bis wir uns endlich kennenlernten.

Vor 150 Jahren, also im ungefähr gleichen Zeitabschnitt, versorgte Gottlieb Riem per Pferde­fuhrwerk das Aaretal und ein gewisser Domenico Triacca per Wochenmarkt das Puschlav mit Wein. Währenddem Gottlieb Riem seinen Beaujolais aufwändig per Bahn importieren musste, fand Dome­nico Triacca seinen Veltliner gleich ennet der Grenze – gewissermassen vor der Haustür. 

Aber beide begnügten sich nicht mit dem reinen Handel fremder Tropfen. Die Vision Von der Rebe ins Glas ereilte sie beide: Nach und nach erstanden sie Weingüter, kelterten eigene Trauben und wurden damit zu Stammvätern erfolgreicher Kellereien mit eigenen Rebbergen – die Riems mittlerweile in der 6. und die Triaccas in der 4. Generation!

Natürlich erlaubten die Verhältnisse unseres Nachbarlandes Italien grosszügigere Expansion: Die 13 ha des geschichtsträchtigen Weingutes La Gatta in Bianzone – ein paar Minuten südlich von Tirano – wurden zunächst in der nahen Umgebung arrondiert. In den späten 70er-Jahren folgten dann die 100 ha wiederbepflanztes vergandetes Rebland des Gutes La Madonnina in der Nähe von Greve/Toskana, gefolgt von 40 ha in Santavenere unweit von Montepulciano. Gleicherart treu geblieben sind beide Familien der Darbietung regionaler Spezialitäten direkt ab Weingut bei Besuchen in ihren jeweiligen Kellereien.